BlogMit der Norm gehen und dennoch individuell bleiben
Erstellt von Marcus J. Stocks am 20. Dezember 2013

Mit der Norm gehen und dennoch individuell bleiben

Bei der Gestaltung von Briefbögen gibt es die eine oder andere Regelung, die man berücksichtigen sollte. Welche das sind – dazu hier mehr.

Wer einen Briefbogen gestalten möchte, sollte im Vorfeld überlegen, welche Regeln es zu berücksichtigen gilt. Als Agentur mit Schwerpunkt im Printbereich haben wir da den Überblick. Die Erfahrung zeigt, dass auch viele Kunden genauer wissen möchten, wie was im Einzelnen zu handhaben ist. Zumal es auch immer wieder Änderungen in der DIN-Norm 5008 gegeben hat …

 

Der Kopf-Bereich

Fangen wir mit dem Briefkopf an: Hier ist Platz für das Logo und die Firmenbezeichnung. Normalerweise wird das Logo oben rechts platziert, es kann andererseits auch mittig positioniert werden. Die Rücksendeangabe steht im oberen linken Bereich und sollte beim Fensterbriefumschlag zu lesen. Damit das passt, muss sie 20 mm von links und 45 mm von oben platziert werden. Die Absenderanschrift wird nach Norm mit Kommata getrennt und fortlaufend geschrieben. Statt Kommata verwenden wir oft auch Punkte auf Mitte oder Striche oder Gestaltungselemente, die sich an anderer Stelle wieder finden.

 

Der Fuß-Bereich

Im Fuß finden sich Adresse, Kontaktdaten, Geschäftsangaben und Bankverbindung. Wobei der Fuß nicht immer unten sein muss. Auch eine Platzierung an der Seite bietet sich häufig an.

Die Geschäftsangaben sind gesetzlich vorgeschrieben und variieren je nach Rechtsform des Unternehmens. Bei einer GmbH müssen zum Beispiel folgende Angaben gemacht werden: Firma, Sitz, Amtsgericht, Register-Nr., Namen aller Geschäftsführer.

Tipps zur Schreibweise von Ziffern
Bei Telefonnummern und ähnlichem wird auf Klammern verzichtet und Telefonnummern werden auch nicht mehr gegliedert. Vorwahl und Rufnummern werden lediglich mit einem Leerzeichen voneinander abgesetzt. Für die Landesvorwahl werden entweder zwei Nullen oder ein + ohne Nullen geschrieben und auf die 0 bei der Ortsvorwahl wird gänzlich verzichtet. Durchwahlen werden mit einem Mittelstrich ohne Leerzeichen hinzugefügt.
Die Postleitzahl wird 5-stellig und ohne Leerzeichen gesetzt. Postfachnummern werden von rechts in Zweiergruppen geteilt.

Die Bankverbindungen
Mit der Einführung von SEPA ab 2014 ändern sich die Vorgaben für die Angabe der Bankverbindung. Bis 2016 werden bei den Geschäftsangaben IBAN und BIC neben der BLZ und der Kontonummer aufgeführt. Danach fallen die letzteren beiden weg.

Und so wird’s geschrieben: Die BLZ wird von links beginnend in Dreiergruppen aufgeteilt und ist immer 8-stellig. Die Kontonummer wird in Dreiergruppen angegeben, die übrigen Zahlen werden einzeln oder als Zweierblock geschrieben. Die IBAN wird von links nach rechts beginnend in fünf Vierergruppen dargestellt: 2-stelliges Länderkürzel und 2-stellige Prüfziffer, dann die 8-stellige BLZ und die 10-stellige Kontonummer, deren letzte beiden Ziffern allein stehen. Der BIC ist 8-bis 11-stellig und wird fortlaufend geschrieben ohne zu gliedern.

 

Nach der Norm oder nicht?

Das klingt alles sehr strikt, aber grundsätzlich gibt es auch Spielräume. Beispielsweise kann eine Gliederung von Telefonnummern durchaus sinnvoll sein, wenn sie dadurch besser zu merken sind. Gern übernehmen wir für Sie die professionelle Gestaltung Ihres Briefbogens. Nutzen Sie hier unser Kontaktformular.

 

Über den Autor Marcus J. Stocks:

Marcus J. Stocks, Geschäftsführer, hatte seine erste berufliche Heimat in der Druckindustrie, fand ein zweites Zuhause auf Agenturseite und verantwortet bei Nimm3 den Produktionsbereich.

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